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Hast du vor, Aachen zu besuchen, und willst erleben, was die Stadt im Kern ausmacht? Dann komm doch mal vorbei – am besten mit ein bisschen Zeit im Gepäck. So wie Reisebloggerin Madelon Seignette: Sie hat zwei Tage in Aachen verbracht, ihr Auto im Parkhaus des Hotels stehen gelassen und stattdessen ihre Kamera eingepackt. 

Genau wie sie wirst du bei deinem Städtetrip schnell merken, welche drei Dinge Aachen so besonders machen: kurze Wege, die Nähe zu Natur und Grenzregion und jede Menge Orte, die du vielleicht nicht auf den ersten Blick erwartest. 

Aachen zu Fuß entdecken

Am besten lernst du Aachen zu Fuß kennen. Schlendere einfach los und nimm dir Zeit für die kleinen Entdeckungen am Wegesrand. Zwischen Innenstadttrubel, lokalen Geheimtipps und dem nächsten Grün liegen oft nur wenige Minuten. Und wenn es dich weiter hinauszieht, bringt dich der Bus unkompliziert in den Aachener Wald oder bis fast an die Landesgrenze. 

Jenseits der bekannten Postkartenmotive hat Aachen noch viel mehr zu erzählen – genau dafür gibt es unsere Audiotour Aachen – Off Track. Sie nimmt dich mit aus dem Zentrum und zeigt dir Orte voller Öcher Charme: stadtbekannte Anekdoten, persönliche Empfehlungen von Bürger*innen und der ein oder andere Fakt, der selbst alteingesessene Öcher überrascht. 

Dass der Teufel in Aachen schon zweimal überlistet wurde, gehört genauso dazu wie ein skurriles Ritual am Karlsbrunnen. Ganz nebenbei bringt dich die Audiotour ins Grüne.  

Auch Madelon war mit dem Guide unterwegs und zieht für sich ein klares Fazit: 

Am besten erkundet man Aachen zu Fuß: Die Innenstadt ist kompakt und stellenweise etwas hügelig.“

 Unterwegs bekommst du spannende Fakten zu den Sehenswürdigkeiten und gleich die passende Wegbeschreibung zum nächsten Stopp dazu – und dank der integrierten Gebietskarte mit Livestandort kann man sich dabei praktisch nicht verlaufen. 

Eben noch mitten in der Altstadt, kurz darauf schon im Grünen. Diese kurzen Wege machen Aachen auch für einen Städtetrip besonders. 

Ein Lieblingsort in Aachen war für Madelon der Lousberg: fußläufig aus der Innenstadt erreichbar, mit abwechslungsreichem Wald und Hängematten mit Aussicht ins Umland – „ideal für eine kurze Pause“. 

Die Audiotour „Aachen – Off Track“ hat Madelon vom Markt vor dem Rathaus hinaufbegleitet. Ein Highlight beim Aufstieg: die Öcher Akropolis. Markante Säulen zwischen alten Bäumen – Überbleibsel des alten Restaurants Belvedère, das im 19. Jahrhundert seine Türen öffnete und im Zweiten Weltkrieg zerstört wurde. 

Heute lässt es sich dort besonders im Sommer gut aushalten. Familien picknicken und es gibt ein Kneippbecken, das zu einer Erfrischung einlädt. Für Madelon der perfekte Abschluss eines Spaziergangs auf dem Berg. 

Noch mehr Lust aufs Treibenlassen? Dann schlendere durchs Frankenberger Viertel, das sich laut Madelon ganz besonders dafür eignet, ohne feste Route umherzustreifen. Rund 20 Gehminuten vom Elisenbrunnen entfernt, bilden der Frankenberger Park und die gleichnamige Burg das Herzstück des Viertels. 

Auf dem Weg dorthin liegt der Gemeinschaftsgarten HirschGrün: Auf rund 1.400 Quadratmetern zeigt der frei zugängliche Garten mit Kräuterbeeten und Lebensräumen für Insekten und Vögel, wie bunt Stadtnatur sein kann.

Mitten in Europa: Aachen und das Dreiländereck

Von wegen Randlage! Deutschland endet hinter Aachen zwar ziemlich bald, Europa fängt dafür erst richtig an. Karl der Große gehört zur Geschichte, der Karlspreis zur Gegenwart, und Belgien sowie die Niederlande zur direkten Nachbarschaft.

Dass Aachen eine Studentenstadt ist, wirst du schnell merken – spätestens in der Pontstraße. Das Café Kittel gehört seit 1977 dazu und ist hier eine echte Institution der Aachener Studentenszene, wie es auch Madelon in ihrem Blog nennt. 

Café, Kneipe und Biergarten zugleich – dazu ein denkmalgeschütztes Wandbild des Straßenkünstlers Klaus Paier, das hier zur Ikone geworden ist. Viel authentischer lässt sich das studentische Aachen kaum kennenlernen. 

Zeit für einen kleinen Abstecher durch die Jahrhunderte: Im Centre Charlemagne reist du durch Aachens Geschichte zurück in die Epoche Karls des Großen, als die Stadt zu einem europäischen Machtzentrum wurde. Modern inszeniert und durch einen mehrsprachigen Audioguide als kostenfreie App ist die Geschichte besonders zugänglich. 

Ein paar Schritte weiter holt dich das historische Grashaus wieder ins Heute: Hier dreht sich alles um den Internationalen Karlspreis zu Aachen und aktuelle europäische Themen.

Für eine kleine Auslandsreise brauchst du in Aachen nur ein Busticket und Wanderschuhe. Die Niederlande liegen nur sechs Kilometer, die belgische Grenze rund acht Kilometer vom Stadtzentrum entfernt. 

Madelon ist mit dem Bus (Linie 25, 35 oder 55) rund 20 Minuten vom Elisenbrunnen ins niederländische Vaals gefahren und von dort weiter zum Dreiländereck gewandert, wo Deutschland, Belgien und die Niederlande aufeinandertreffen. 

Rund sechs Kilometer führte ihre Wanderroute durch die Grenzregion, großteils durch den Wald. 

Wer es noch etwas verwunschener mag, unternimmt eine Runde durch den Aachener Wald bei der belgischen Grenze – ebenfalls bequem mit dem Bus (Linie 14 bis zur Haltestelle „Altes Zollamt“) erreichbar. Die Wanderung durch den Öcher Bösch startet am alten Zollamt an der Grenze und führt von dort tief hinein ins Grüne. 

Ganz in der Nähe kannst du die Zyklopensteine bewundern: große, abgerundete Sandsteinfelsen mitten im Wald. Madelon beschreibt die Route als verschlungene Wege durch dichten Wald, „weit weg vom Trubel und Gewusel der Stadt“.  

Und genau das ist das Schöne: Weit weg fühlt es sich an, weit fahren musst du dafür nicht.

Aachen abseits der Must-sees: besondere Orte und Lieblingsplätze

Die schönsten Erlebnisse findest du nicht immer auf der Must-see-Liste. Wenn du dir Zeit nimmst, zeigt sich Aachen hinter seinen schmucken Altstadtfassaden herzlich, kreativ und charmant – oft an den weniger offensichtlichen Orten und abseits der üblichen Sehenswürdigkeiten.

Ein Garten mitten in der Stadt, ein lebendiges Studierendencafé, Hängematten mit Blick ins Grüne wenige Minuten von der Innenstadt entfernt und lokale Anekdoten, für die du etwas genauer hinhören musst: Aachen hat viele kleine Entdeckungen zu bieten. 

Auch kulinarisch lohnt es sich, auf echte Aachener Lieblingsorte zu setzen. Madelon hat gleich drei ziemlich unterschiedliche Adressen ausprobiert. 

„Für Kaffee und kleine Speisen ist das Café Baristinho im Stadtzentrum ein großartiger Ort“, findet Madelon. Hier treffen zusammengewürfelte Möbel und viel Liebe zum Detail aufeinander. Jede Kreation wird mit Herzblut zubereitet, das man sieht und schmeckt. 

Am Markt empfiehlt Madelon den Goldenen Schwan mit „freundlichem Service“ und einer Karte voller eigener Ideen, die zeigt, dass traditionell nicht automatisch vorhersehbar bedeutet. 

Und wer nach oder während einer Wanderung im Öcher Bösch einkehren möchte, macht es sich wie Madelon im Waldrestaurant Gut Entenpfuhl gemütlich. Das Haus wurde nach einer Umgestaltung 2026 neu eröffnet. Das alte Inventar im Biedermeier-Stil wurde dabei behutsam erhalten und in den neuen Stil integriert – mitten im Grünen und herrlich idyllisch. 

Aachen in zwei Tagen: ein bisschen länger bleiben

Vielleicht ist genau das die schönste Art, Aachen kennenzulernen: ein bisschen laufen, ein bisschen schauen, gut essen, sich wie zuhause fühlen – und dabei ruhig mal länger bleiben. 

Denn auch wenn du nur zwei Tage für deinen Städtetrip hast, kannst du in Aachen erstaunlich viel erleben: historische Orte und studentisches Leben, Stadtnatur und Wald, Deutschland und seine europäischen Nachbarn.

Also: Lass das Auto ruhig einmal stehen, pack deine Kamera ein und nimm dir Zeit. Aachen wartet. 

Tipp

Du möchtest noch mehr über Madelons Eindrücke aus Aachen erfahren?

Dann schau gerne bei ihrem Reiseblog „Nature Travel Lab“ vorbei. In ihrem persönlichen Blogartikel teilt sie weitere Eindrücke, Erfahrungen und Inspirationen von ihrer Reise nach Aachen.

Bitte beachte, dass Madelons Beitrag nur auf Niederländisch und Englisch verfügbar ist.

Zum Aachen-Blog von Madelon
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